
HiL-Simulator für Bodentests – Technische Universität Berlin
Luftarbeitsflugzeuge übernehmen Aufgaben im Umwelt- und Katastrophenschutz, dienen zur Geoexploration und sind auch für die Fischerei-, Küsten- und Grenzüberwachung einsetzbar. Sie müssen vorgegebene Flugprofile genau abfliegen, wendig sein, ein geringes Abfluggewicht haben und mit minimaler Besatzung auskommen.
Zur hochpräzisen Steuerung eines Luftarbeitsflugzeugs wird im Rahmen des nationalen Luftfahrtforschungsprogramms (LUFO IV) das automatische Flugsteuerungssystem LAPAZ entwickelt. LAPAZ steht für „Luft-Arbeits-Plattform für die Allgemeine Zivilluftfahrt“. Bei Messflügen über schwierigem Gelände soll auch der unbemannte Betrieb möglich sein. Am Projekt beteiligt ist das Institut für Luft- und Raumfahrt, Flugmechanik, Flugregelung und Aeroelastizität der Technischen Universität Berlin.
TECHNISCHE DETAILS
Mit einer Bodentestanlage soll die letzte Funktionsüberprüfung vor dem Flugversuch durchgeführt werden. Der Test am Boden hat das Ziel, die korrekte Integration des automatischen Flugsteuerungssystems in das Flugzeug (STEMME S15 Prototyp) zu verifizieren und die korrekte Funktion der Flugregelgesetze zu überprüfen.
Um die fehlende Flugzeugbewegung am Boden zu simulieren und so die für das automatische Flugsteuerungssystem erforderlichen Sensormesswerte zu generieren, ist eine Flugsimulation notwendig. Für diese Hardware-in-the-Loop-Simulation (HiL-Simulator) wird von der TU Berlin derzeit eine Testanlage erstellt, mit der die Bodentests durchgeführt werden können.
Der HiL-Simulator führt dem Flugsteuerungssystem die erforderlichen Sensorsignale über I/O-Schnittstellen wie CAN und ARINC 429 zu. Ein wichtiger Bestandteil des HiL-Simulators sind die PCI-Karten ARINC429 und CO-PCICAN/4 von COSATEQ. Die Karten dienen zur Kommunikation zwischen Simulationsrechner und Flugsteuerungssystem.
VORTEILE
Entlastung des HiL-Simulators durch die aktiven PCI-Karten ARINC 429 und CO-PCICAN/4.
